RECONQUISTA

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    Die Deutschen: Schuld am Afghanistan-Desaster?

    Evakuierung von afghanischen Zivilisten durch die Bundeswehr

    20 Jahre Krieg in Afghanistan gingen mit einem Paukenschlag zu Ende. Die Taliban zogen im Triumphzug in Kabul ein und die Invasionsarmee der USA und ihre Helfer verließen fluchtartig das Land. Die Bilder vom Flughafen in Kabul erinnern fatal an die Niederlage der USA in Vietnam 1975. Damals wie heute markiert das unrühmliche Ende des US-Einsatzes eine Zeitenwende. In Afghanistan hat jedoch auch Deutschland seine politischen Schwächen offenbart.
    Besonders die „Orts-Unkundigen“ in Berlin gaben sich maßlos überrascht. Dabei war dieser Ausgang lange absehbar. Als die dramatischen Bilder aus Kabul über die Bildschirme flimmerten, mußten Alternativlosigkeit und höhere Gewalt als Argumente herhalten, um den politischen Dilletantismus der Akteure zu überdecken. Die Öffentlichkeit - jahrzehntelang mit dem Trugbild einer demokratischen Mission bei Laune gehalten - erkannte zumindestens einen Moment lang wie sehr sie einer fortwährenden Täuschung aufgesessen war. Einmal mehr wurde deutlich, wie sehr die deutsche Polinik von Illusionen und Wunschdenken geleitet ist.
    Mit dem Sieg der Taliban traten überall politische Fehleinschätzungen und Selbsttäuschungen zutage. Daß Deutschland dabei in den Fokus geriet, beruht auf seiner „bedingungslosen Solidarität“ mit den USA. Sowohl bei der Aufnahme von Flüchtlingen wie auch als militärische Operations-Basis der USA erwies es sich als williger Vasall. Mit 160.000 Soldaten stellten die Deutschen das zweitgrößte Truppenkontingent am Hindukusch. Zeitgleich stehen 40.000 US-Soldaten in Deutschland. Die stellen nach Afghanistan die zweitgrößte Auslandsarmee der USA. Das zeigt wie wichtig Deutschland dem großen Bruder ist. Nach Hause schicken können die Deutschen die US-Besatzung nicht. Aus Mangel an „Rückgrat“ im eigenen Land mußte die Bundeswehr beim Afghanistan-Abenteuer bis zum bitteren Ende mitmarschieren. Bei ihrem Einsatz überflügeln deutsche Politiker die Amerikaner sogar gelegentlich. Besonders in ihrem moralischen Pathos. Wie der ehemalige amerikanische Botschafter John Kornblum erst kürzlich erkärte, war der Staatsaufbau in Afghanistan eine Idee von Schröder und Fischer. Seit spätestens 2002 habe es zwei Afghanistan-Strategien nebeneinander gegeben: „Einmal Al Kaida ausrotten“ und einmal „nation building“. Und „nation building“ war ohne Frage eine deutsche Erfindung. Die sogenannte Friedensstrategie sei ausdrücklich auf Wunsch von Deutschland konzipiert worden, um innenpolitische Widerstände bei Grünen und SPD zu überwinden. Es ging einfach darum, das Wort „Krieg“ zu vermeiden. Die Amerikaner nahmen die unrealistische Idee gerne auf, wenn auch nur, um sich der Unterstützung der anderen Staaten zu versichern. Daß ein US-Vertreter die Schuld bei den Deutschen sieht, kommt zum Staunen über das allgemeine Desaster noch hinzu.
    Ein Fazit des Krieges lautet: Die Umerziehung Afghanistans ist gescheitert. Die gigantische Fehleinschätzung läßt zwei verschiedene Schlüsse zu: Entweder haben unsere Politiker die Hörigkeit gegenüber den USA vertuschen wollen und dafür einen verlogenen Demokratie-Zauber veranstaltet. Oder die deutsche Elite, die schließlich selbst das Produkt einer umfassenden Umerziehung ist und offenbar zu der Überzeugung neigt, daß man eine Nation durch Masseneinwanderung beliebig neu formen kann, hat Afghanistan als ein Experimentierfeld für „nation building“, eine Staatsgründung aus der Retorte, begriffen und ist damit krachend gescheitert. Die Politik muß sich jetzt wieder auf Deutschland zurückziehen. Wie man hört, will sie auf dem Rückzug möglichst viele Afghanen mitnehmen.

    Deutschland und seine Ortskräfte

    Als Folge der Merkelschen Siedlungspolitik hielten sich bereits 2017 mehr als 252.000 Afghanen in Deutschland auf. Nicht erst seit 2015 liegt die deutsche Politik fest in den Händen einer Migrationslobby, die höchste Befriedigung darin verspürt, Überlegenheit und Unterwerfung durch Masseneinwanderung unter Beweis zu stellen. Die Argumente sind angeblich moralischer Natur, aber rücksichtslos gegen die einheimische Bevölkerung. Waren 2015 die fehlenden „Fachkräfte“ das Argument, mit dem die Deutschen zu mehr Einwanderung überredet werden sollten, so sind es heute die angeblich bedrohten „Ortskräfte“.
    Deren Zahl hatte das Außenministerium vor dem Truppenabzug mit 528 beziffert, in den Medien schnellte ihre Zahl dann plötzlich auf 5000. Hatte jeder Soldat etwa einen privaten Dolmetscher zur Hand? Die „Ortskräfte“ sind wie ehedem nur ein vorgeschobenes Argument. Ihre Sicherheit wäre gut in den Nachbarländern gewährleistet. Die USA haben dort bereits Verträge über die Aufnahme geschlossen und dafür materielle Unterstützung zugesagt. Die Bundesregierung setzt jedoch auf die „Heimholung der Fremden“. Dabei stellt sich nun heraus, daß unter den 4500 nach Deutschland geholten Afghanen gerade mal 134 „Ortskräfte“ sind, während eine große Zahl von entlaufenen Zuchthäuslern, bekannten Vergewaltigern und bereits abgeschobenen ehemaligen Asylbewerbern mit den Rettungsflügen ins Land geholt wurde. Fachkräfte auf Gebieten, für die kein Bedarf besteht.
    Die Regierung bereitet willfährig einen weiteren Massenzustrom vor. Minister Maas kündigte die Aufnahme von 50.000 „Flüchtlingen“ an, denen man - auch mit Zustimmung der Taliban! - noch zur Flucht verhelfen wolle. Seehofer meinte sogar, man müsse sich auf weitere 500.000 Zuwanderer einstellen. Die Grünen frohlocken: „Wir haben doch Platz!“ Auf dem Weg in den Vielvölkerstaat spielen explodierende Sozialausgaben und Kriminalitätszahlen keine Rolle.
    Für dieses Versagen fehlen den meisten Bürgern die Worte. Viele spüren, hier ist etwas von Grund auf faul im Staate. Die eigene Bevölkerung zählt nicht, sie wird rücksichtslos mißachtet. Eine politische Klasse, die Deutschland als Auffangbecken für alle Minderbemittelten und angeblich Verfolgten der Welt begreift, gebärdet sich als Verteidigerin höchster Moral. Dabei könnte sie der bodenlosen Verantwortungslosigkeit des politischen Verbrechertums vergangener Großexperimente näherstehen als vom naiven Publikum vermutet.
    Wer trägt hierfür die Verantwortung? Schuld hieran sind die Vertreter der deutschen Politik hierzulande, die Politiker „vor Ort“, unsere eigenen Ortskräfte. Jene, die unser Land eigentlich beschützen sollten, aber sich als willige Helfer erweisen, die unser Land immer mehr zu einem „zweiten Afghanistan“ werden lassen. Einem zerrissenen Land, ohne Zusammenhalt und ohne Zukunft. Da hilft nur eins: Schickt die falschen „Ortskräfte“ endlich nach Hause!

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