RECONQUISTA

  • 11-10-22 21:34 Alter: 52 Tage

    US-Manöver in der Ostsee - Nord Stream zerstört!


    USS Kearsarge

    Was US-Präsident Joe Biden am 7. Februar 2022 angedeutet hat, ist nun Wirklichkeit geworden: die Gasleitungen Nord Stream 1 und 2 wurden zerstört. Das geschah am 26. September.  Ein halbes Jahr vorher, noch mehr als zwei Wochen vor Beginn des Ukraine-Kriegs am 24. Februar, erklärte Biden bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus seine Absicht: „Wenn Russland seine Angriffe auf die Ukraine fortsetzt, wird es Nord Stream 2 nicht mehr geben.“ Auf Nachfrage fügte er hinzu. „Ich versichere Ihnen, wir haben die Möglichkeiten dazu. Das kann ich Ihnen versprechen.“

    Schon an 27. Januar 2022 hatte die US-Unterstaatssekretärin Victoria Nuland verkündet: «Wenn Russland in die Ukraine einmarschiert, wird Nord Stream 2 auf die eine oder andere Weise nicht weiterlaufen.»

    Am 26. September 2022 wurden drei der vier etwa 2200 km langen Gasröhren, Baukosten 20 Mrd. Euro, nahe Bornholm gesprengt.  

    Die ersten Reaktionen auf die Explosionen in der Ostsee waren erstaunlich. Der polnische Ex-Außenminister Radoslav Sikorski machte am 27. 9. aus seiner Begeisterung keinen Hehl und gratulierte den USA zu der erfolgreichen Zerstörung der Gasleitung.

    US-Außenminister Antony Blinken erklärte am 30. September, dass „die Angriffe auf die Nord Stream-Erdgas-Pipelines, die Russland mit Deutschland verbinden, eine enorme Chance bieten, Europas Abhängigkeit von russischer Energie ein für alle Mal zu beenden und damit Wladimir Putin die Mittel zur Durchsetzung seiner imperialen Pläne zu entziehen“.

    Die NATO gab sich zurückhaltender: «Alle derzeit verfügbaren Informationen deuten darauf hin, dass die Sprengung das Ergebnis vorsätzlicher, rücksichtsloser und unverantwortlicher Sabotageakte ist». Eine direkte Schuldzuweisung wurde vermieden. Experten sprachen von einem Akt des Terrorismus, hinter dem aller Wahrscheinlichkeit nach ein staatlicher Akteur stehe. Nur Kampftaucher mit Spezialausrüstung oder Spezial-U-Booten könnten Sprengsätze und Zeitzünder in 70 Metern Tiefe anbringen. Als mögliche Täter kämen nur militärisch perfekt geschulte Profis in Frage. Als solche sind die Navy-Seals der USA bekannt, die auch in verdeckten Operationen der CIA zum Einsatz kommen. Aufhorchen ließ deshalb eine Meldung des SPIEGEL, dass die CIA die Bundesregierung schon Wochen vorher von einem möglichen Anschlag auf die Nord Stream-Leitungen in Kenntnis gesetzt habe. Das Interessante dabei: Die CIA berichtete über Sorgen in der russischen Regierung, dass die Ukraine mit einer Spezialoperation Nord Stream in die Luft jagen könnte. Die Ukraine, also ein Land, dem Deutschland massiv militärische Hilfe leistet. Von einer US-Mitwirkung war in dem CIA-Bericht nicht die Rede, auch wenn die Ukraine nicht zu einem solchen Angriff in der Lage war.

    Die mediale Berichterstattung nach dem Anschlag betonte zwar, dass die Verantwortlichen bisher nicht eindeutig zu ermitteln seien, erweckte allerdings unablässig den Eindruck, dass es nur Russland gewesen sein könne. Die allgemein aufgeheizte Stimmung tat ein Übriges, um kritische Fragen zu verhindern. „Lügen zu Zeiten des Krieges“ haben es bekanntlich besonders leicht.

    Die russische Seite wies die Anschuldigungen des Westens als vollkommen haltlos zurück und verwies darauf, dass sie jeder Logik entbehrten. Dem stimmte auch der NATO Militär-Experte Ralph Thiele, vormals Chef des Stabes am NATO Defense College zu. Die Zerstörung der Gasleitungen mache aus russischer Sicht keinen Sinn, weil sich Russland damit seiner Optionen beraube. Russland schneide sich ins eigene Fleisch und zerstöre seine Zukunftsperspektiven, die auf dem Verkauf russischen Gases nach Europa beruhen.

    In den Medien war eine mögliche Täterschaft in den USA oder auch eine Beteiligung der Ukraine kein Thema. Auch der russische Hinweis auf die intensiven Militäraktivitäten der USA in der Ostsee fanden in der öffentlichen Diskussion kein Widerhall. Man muss geradezu von einer Mauer des Verschweigens sprechen, wenn es um die Manöver des US-Flugzeugträgers “USS Kearsarge” (257 m lang, 34 m breit, 2000 Mann Besatzung) geht, der senkrechtstartende Kampfbomber vom Typ “AV-8B Harrier” und Kampfhelikopter sowie Spezialkräfte für amphibische Operationen an Bord führt. Die „Kearsarge“ ist unter anderem auf Operationen mit Kampfschwimmern und andere Unterwasser-Operationen spezialisiert. Schon am 2. Juni traf sie in Stockholm ein und nahm an mehreren Manövern im Ostseeraum teil. Am 20. August lag sie in Memel, danach in Riga, Reval, Helsinki, am 22.9. wurde sie im Großen Belt vor der dänischen Küste gesichtet. Gleichzeitig endeten NATO-Manöver zur Erprobung „unbemannter maritimer Systeme, die unter Wasser“ eingesetzt werden können, am 22. September vor Portugal. In der Zeit der Explosionen, am 25. und 26. September, bewegte sich die “USS Kearsarge” auf der Rückreise von Helsinki im Raum Bornholm. Ein Zufall?

    Dass dieser interessante Aspekt der Zerstörung von Nord Stream in unseren Medien keine Erwähnung findet, zeigt zumindest, wie weit sie sich von den Grundsätzen objektiver Berichterstattung entfernt haben. Ob sie nur in diesem Fall als Instrument politischer Propaganda zur Täuschung der Öffentlichkeit missbraucht werden, sei hier dahingestellt.

    Die aufgezeigten Fakten weisen auf eine mögliche Verwicklung das US-Flugzeugträgers in die Sprengung der Nord Stream-Leitungen hin. Ein Beweis sind sie natürlich nicht. Die NATO hat bereits umfangreiche Untersuchungen angekündigt, vielleicht ergibt sich dann eine einfache Erklärung: „Die “USS Kearsarge” war nur zum Schutz der Leitungen gegen einen möglichen russischen Angriff vor Ort. Dieser Schutz ist nicht gelungen.“

    Wichtiger aber ist der politische Aspekt. Die Zerstörung von Nord-Stream ist ein Akt der Aggression, wegen seiner Schwere sogar ein möglicher Kriegsgrund. Wenn der Anschlag von den USA ausging, richtet sich die Aggression gegen Rußland und Deutschland, einen angeblichen Verbündeten der USA. Daß die USA im Bezug auf Nord Stream eine Art hybriden Krieg gegen Deutschland führen, erscheint vielen abwegig. Aber schon jetzt ist sicher: der Untergang des Projektes Nord Stream schwächt die deutsche Wirtschaft nachhaltig und zwingt Deutschland in eine neue Abhängigkeit.


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